Verfasst von: dieweltderalgen | 5. Oktober 2017

„World Algae Day“ (12. Oktober)

World Algae Day am 12. Oktober (seit 2017)
(English version below)

World Algae Day Logo_Skizze

(C) Laura Kühn

Die Idee trage ich tatsächlich schon sehr, sehr lange mit mir herum… und ehrlich gesagt habe ich mich immer gewundert, warum es IHN noch nicht gibt – nun ist es endlich soweit: Hiermit gebe ich offiziell bekannt, dass es ab heute einen Tag gibt, der auf die Bedeutung der Algen für unsere Umwelt und speziell für uns Menschen hinweisen soll, der „World Algae Day“:

Der „World Algae Day“ wird jeweils am 12. Oktober eines Jahres begangen und wurde 2017 von dem Biologen, Algenforscher & -farmer  und Autor Jörg Ullmann ins Leben gerufen.

Der Tag soll auf die enorme und vor allem wachsende Bedeutung der Algen für und auf unser Leben hinweisen. Algen sind nämlich nicht nur verantwortlich für jedes zweite Sauerstoffmolekül in der Luft, die wir atmen, sie beeinflussen auch die Qualität unserer Trinkwasserressourcen, sind wichtige Bodenorganismen, sind Auslöser des Meeresleuchtens, gelten als Lebensmittel der Zukunft, dienen als Ausgangsstoff für neuartige Medizinprodukte  und  werden weltweit erfolgreich zur Bekämpfung von Mangelernährung eingesetzt. Algen stehen am Anfang der meisten Nahrungsketten im Wasser und sind wichtige Biomasseproduzenten. Sie dienen als Rohstoff für unterschiedlichste Industrien und gewinnen in den Küchen der Welt als „Meeresgemüse“ zunehmende Bedeutung. Der Einsatz von Algen wird in Integrierten Aquakulturen, in Aquaponiksystemen,  in der Architektur (Urban Farming etc.) und selbst als Quelle für Kraftstoffe untersucht.

Algen-Mikrofarmen zum Beispiel können in Gegenden betrieben werden, in denen Ackerbau schwer möglich ist und können Bauern weitestgehend unabhängig von steigenden Land- und Rohstoffpreisen machen.

Algen werden nachweislich schon seit mindestens 14.000 Jahren als Lebens- und Heilmittel genutzt, dort wo sie verfügbar waren. Einen industriellen Algenanbau gibt es allerdings erst seit den 50iger/60iger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Und schon heute stecken geschätzt in 70% aller Lebensmittel weltweit „Algen“, meist in Form von Extrakten! Wir kennen ca. 30.000 Algen, wahrscheinlich gibt es zehn Mal mehr unentdeckte Arten, und wir nutzen erst etwas mehr als 100 von ihnen. Algen wachsen 10 – 30 Mal schneller als Landpflanzen und enthalten alle wichtigen Nährstoffe.

Vor allem vor dem Hintergrund einer weiter stark wachsenden Weltbevölkerung bei nahezu gleichbleibend großen Ackerflächen an Land, werden Algen als eine wichtige Ressource zur Lebensmittelproduktion im Wasser (immerhin mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche) gesehen.

Der „World Algae Day“ soll in Form von Aktionen, Messen, Medienberichten, Symposien, Forschungsprojekten an Schulen etc. begangen werden, um die Bedeutung und das Potential dieser, für die meisten Menschen recht unbekannten Organismengruppe aufzuzeigen und sie dafür zu begeistern.

Der „World Algae Day“ wird den Vereinten Nationen und der WHO vorgeschlagen, um ihn in die offizielle Liste der Feier- und Gedenktage mit aufzunehmen.

Wir freuen uns, dass „Algae World News“ unser offizieller Medienpartner für das Projekt „World Algae Day“ ist.

 

World Algae Day

(English version by Laura Kühn)

 The „World Algae Day“ is celebrated on October 12th each year. It was initiated in 2017 by the German biologist, algae researcher & farmer and author Jörg Ullmann.

The days purpose is to raise awareness for the enormous and growing meaning of algae for and within our life’s. Algae are responsible for the development of every other oxygen molecule in the air we breathe. They affect the quality of our drinking water resources and they are important soil organisms. Algae are the cause of the marine phosphorescence. Furthermore, they are considered as “food of the future”, they are a base for novel medical products and they are successfully used to combat malnutrition. Algae, in fact, stand at the beginning of most food webs in aquatic ecosystems and they matter as important producers of biomasses. Algae are a sustainable resource for many different sectors of industry. In addition to that, the importance of algae as “sea greens” in the kitchens of the world is rapidly growing, too. The use of Algae is studied in integrated aquaculture, aquaponic systems, architecture (urban farming etc.) and even as a source of fuel.

Algae-Microfarms can be run in areas, where it is usually quite hard to do agriculture. On the other hand, they help farmers to gain independence from rising land and resource prices.

As evidence has proved, algae were used as food and medicine for at least 14.000 years, wherever they were available. However, the industrial algae cultivation has just started in the 1950’s / 1960s. By today, there are algae in roughly 70% of all food products worldwide, mostly in the form of extracts. We know approx. 30.000 algae species, but probably there are ten times as many unknown species, while we only use a little more than 100 of them. Algae grow up to 10 to 30 times faster than land plants and contain all essential nutrients.

Considered, that the world population is still rapidly growing, while the farmland onshore stays more or less the same size, algae are a highly important resource of the food production in the water (more than two thirds of the earth’s surface).

The “World Algae Day” is to be celebrated by campaigns, exhibitions, media reports, symposia and research projects on schools, to inspire and to show the meaning and potential of these, for most people quite unknown, organism group.

The “World Algae Day” will be proposed to the United Nations and WHO, to add it to the list of official commemorative and awareness days.

We are glad to announce, that „Algae World News“ is our official media partner on that event.

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Mit Spannung habe ich mein Rezensionsexemplar von „Detox, Baby!“ erwartet und heute war es endlich in der Post! Es handelt sich um das brandneue Buch von Dr. Christine Volm, ist im Juni 2017 im Verlag Eugen Ulmer erschienen und kostet 24,90 Euro.

detox baby

Das Buch hatte einen zugegebenermaßen leichten „Start“ bei mir, denn: ich finde das Thema hochgradig interessant (Algen und Detox ist ja zum Beispiel ein Dauerthema…), ich schätze die Autorin als Mensch und aufgrund ihres fundierten Fachwissens und der Art dieses zu vermitteln sehr und ich finde den Verlag gut. Und doch ist man(n) kritisch-gespannt darauf, was es Neues zum Lesen geben wird. Und?
Ich war trotz hoher Erwartungshaltung positiv überrascht! Warum? 1. Wird das Thema „ganzheitlich“ betrachtet, was ich sehr wichtig finde. Detox oder Gesundheit haben eben nicht nur etwas mit Ernährung oder dem Einnehmen von „Mittelchen“ zu tun, sondern auch mit Bewegung, einer gesunden Lebenseinstellung und mit einer generellen Achtsamkeit. Im Buch wird im sehr gut verständlichen Erzählstil vorgestellt, wie man seinen Körper bei der Entgiftung auf natürlichem Weg unterstützen kann. Der Schwerpunkt liegt natürlich auf dem Einsatz von Wildkräutern. Diese gewinnen zunehmend an Aufmerksamkeit, da sie eine hohe Nährstoffdichte haben, oft heilende Wirkungen besitzen, lokal-regional-saisonal verfügbar sind und für jeden (mit ein paar Vorkenntnissen) problemlos einsetzbar sind – vom individuellen Genuss mal ganz abgesehen…

Es gibt tolle Rezepte mit wunderschönen Bildern im Buch, mich haben besonders die Limonaden und die Wässerchen angesprochen! (Auch schön, dass das Kapitel „Leckere Wasser“ und nicht „Infused Superduper Water“ o.ä. heißt! – ein besonderer Dank dafür!) Probiert doch mal den Orange/Ingwer/Thymian/Spitz-Wegerich-Saft oder das Vogelkirsch/Mädesüß-Wasser oder den Clementine/Postelein/Walderdbeer-Blätter-Saft in der Variante mit Chlorella–Algen, das klingt nicht nur lecker, sondern schmeckt auch herrlich!

Und Algen? Chlorella und Dulse werden im Buch als „Detox-Helfer“  im Porträt mit vielen Hintergrundinformationen vorgestellt.

Alles in allem ist das ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich dem Thema „Detox“, „Fasten“, „Ausleiten“ oder auch einfach der Zubereitung von leckeren Säften usw. mit Wildkräutern befassen wollen und dazu auch ein paar fundierte, ganzheitliche (nicht-esoterische!) Informationen haben wollen. Also: Daumen hoch und ran ans Buch!

Die einzigen beiden „kleinen“ Kritikpunkte betreffen 1. das Buchformat – quadratisch ist für mich ein bisschen gewöhnungsbedürftig… und 2. den Titel des Buches selbst – ist auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Aber das ist wie immer ja auch Geschmackssache!
Dafür gibt es von mir den Mega-Pluspunkt, dass die verarbeiteten Rohstoffe im Buch zwar alle „vegan“ sind (Bockwurst-Infused-Water ist ja auch nicht lecker) , der Begriff „vegan“ aber nicht marketingtechnisch strapaziert wird – das finde ich in Zeiten von veganem Wasser, veganem Salz und veganem „Wasweißich“ sehr sympathisch!

Verfasst von: dieweltderalgen | 16. Juni 2017

Schreibpause, mein zweites Buch und ein neuer Artikel

Mehr als 5 Monate habe ich nun keinen Beitrag mehr in diesem Blog veröffentlicht. So eine lange Sendepause gab es vorher noch nie! Warum? Ich war mit meinem zweiten Buch beschäftigt und mit einem Artikel für die Zeitschrift „Naturarzt“. Beide Publikationen möchte ich kurz vorstellen:

Cover Sonderdruck

  1. „Algen“ aus dem Handbuch Lebensmittelhygiene, Behr`s Verlag, April 2017

Der Behr`s Verlag ist ein renommierter Verlag mit Sitz in Hamburg, der schon 1835 gegründet wurde. Das „Handbuch Lebensmittelhygiene“ ist ein mittlerweile dreibändiges Standardwerk zu allen Parametern die die Lebensmittelhygiene beeinflussen. Und bis jetzt wurde darin die recht neuartige Lebensmittelgruppe „Algen“ noch nie behandelt… – bis jetzt!
Das Buch zeigt den Staus quo in Sachen Qualitätsparameter von Algen und Algenprodukten auf, stellt die relevanten Algenarten im Lebensmittelbereich vor und deren speziellen Charakteristika und zeigt auch den entsprechenden Handlungsbedarf auf. Damit ist es das erste zusammenfassende Werk weltweit, was sich meines Wissens mit der Thematik befasst!

Gliederung:

15.1 Einführung

Einleitung, Systematik

15.2 Die Bedeutung der Algen für uns Menschen

Sauerstoff, Trinkwasser, Primärproduzenten

15.3 Die Bedeutung der Algen als Lebensmittel

Geschichte, Gegenwart, Zukunft

15.4 Qualitätsparameter und Lebensmittelsicherheit

15.4.1 Taxonomie, Artbestimmung und Trivialnamen

15.4.2 Qualitätsstandards

15.4.3 Anbau/Prozess/Lagerung

15.4.4 Bakterielle Belastung und Kontaminanten

15.4.5 Ernährungspghysiologische Bedeutung

Jod, Vitamin B12, 

15.4.6 Algentoxine

15.5 Die wichtigsten Algen und deren spezifische Charakteristika

Arthrospira, Aphanizomenon (Afa), Chlorella, Haematococcus, Lithothamnium, Palmaria, Ulva, Porphyra, Himanthalia, Laminaria, Undaria, Eisenia, Sargassum

Literaturliste

handbuch lebensmittelhygiene

Handbuch Lebensmittelhygiene, Behr`s Verlag

2. „Von kleinen Algen und großer Hoffnung – mit Spirulina gegen Mangelernährung„, Naturarzt, 5/2017

In dem Artikel stelle ich unser (Fundacion Atlantida) Hilfsprojekt in Kolumbien vor. Dort bekämpfen wir erfolgreich Mangelernährung bei Kindern mit Hilfe von Spirulina. Zudem werden vor Ort dort kleine, dezentrale Spirulinafarmen aufgebaut, die die Selbstversorgung sicherstellen sollen. Im Artikel werden die ersten Daten aus dem Projekt präsentiert und Spirulina im Porträt vorgestellt.

Naturarzt

Als Erstes möchte ich Euch ein gesundes, friedvolles, glückliches und überhaupt tolles Jahr 2017 wünschen! Die Pipeline mit „Algen-Geschichten“ ist prall gefüllt und es wird mit Sicherheit ein spannendes Jahr…

Zu Beginn des Jahres wird traditionell von den Wissenschaftlern der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft die „Alge des Jahres“ vorgestellt, diesmal ist es die Blaugrüne Felskugel Chroococcidiopsis.

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Nach dem Aufbrechen der Beacon-Sandstein genannten Felsformation in der Antarktis wird die in den obersten Millimetern lebende Blaugrüne Felskugel (Chroococcidiopsis) sichtbar (Pfeile). Foto: Burkhard Büdel, TU Kaiserslautern

Die Blaugrüne Felskugel zählt zu den Cyanobakterien (früher auch Blaualgen genannt). Das Besondere an ihr? Sie trotzt Extrembedingungen und erschließt lebensfeindliche Orte als sogenannter Erstbesiedler. Der Einzeller lebt in Steinen und Flechten, hält hohe und niedrige Salzgehalte und UV-Strahlung aus und verkraftet ein breites Temperaturspektrum. Man findet die Alge in den obersten drei bis vier lichtdurchlässigen Millimetern in Granit, Marmor oder Sandsteinen, in Wüsten und heißen Quellen. Die Blaugrüne Felskugel überlebt sogar, wenn sie aufgrund von Austrocknung nur 5-6 Tage im Jahr aktiv sein kann und benötigt wenig Licht – nur etwa ein Zehntel der Lichtmenge eines trüben Wintertages.

Die Blaugrüne Felskugel fixiert Stickstoff aus der Luft und bereitet als Erstbesiedler so den Lebensraum für nachfolgende Lebewesen. In der Ökologie zählt sie zu den Bodenbildnern.

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Unter dem Mikroskop werden die einzelligen Felskugeln der Art Chroococcidiopsis cubanasichtbar, die von Gallerthüllen umgeben sind. Die Gallerthüllen schützen das Cyanobakterium vor extremer Austrocknung und übermäßiger Sonneneinstrahlung. Aufnahme: Tatyana Darienko, Universität Göttingen (SAG-Nr. 39.79)

Fast hätten wir es verpasst, die 50.000 Views auf den Blog zu feiern… Aber nichts da!
Für die wahrscheinlich letzten warmen Tage im Jahr gibt es für Euch ein lecker-blaues Eisrezept, vollgepackt mit Superfoods und freundlicherweise zu Verfügung gestellt von PureRaw.
Im Rezept  ist 2x „Alge“ enthalten. Einmal ein blau-färbender Spirulina-Extrakt (das kennt ihr von den blauen Smarties oder den blauen Gummitierchen schon…) und eine speziell fermentierte Chlorella, die reich an pflanzlichen Fettsäuren ist (hier als BOBEI (Abk. für Backen ohne Butter und Ei))
Lasst es Euch schmecken und genießt die Tage!

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Copyright: Kirstin Knufmann / PureRaw

Blue Velvet Ice-Bowl

Menge: ca. 800 ml = 1 Füllung Eismaschine

Equipment: Mixer, Eismaschine

Zeit: 10 min Zubereitung, ca. 50 Minuten Kühlzeit

Zutaten:

150 g Cashewkerne

80 ml Kokosöl

100 ml Yacónsirup

2 EL Macapulver

1 EL BOBEI

1 TL Sonnenblumenlecithin

1/8 TL Vanillepulver

Spirulina Extrakt oder alternativ Spirulina Pulver

Wasser

30 g Kakaonibs

20 g Chiasamen

 

Deko:

Sauerkirschen, entsteint

Heidelbeeren

Kakaonibs

 

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Kakaonibs und die Chiasamen in den Mixer geben und zu einer feinen Creme vermixen. Mit dem Wasser bis auf eine Gesamteismasse von 800 ml auffüllen. Anschließend die Kakaonibs und die Chiasamen unterrühren und die Eismasse in die Eismaschine geben. Nach Belieben z.B. mit frischen Gartenkräutern, Früchten und Kakaonibs garnieren.

Verfasst von: dieweltderalgen | 26. August 2016

Algen – Zitate: Sid`s Heiratsantrag

Man kann mit Fug und Recht behaupten: Algen sind in allen Bereichen des Lebens angekommen – hier ist zum Beispiel der Heiratsantrag von Sid (das Faultier…) aus „Ice Age – Kollision voraus“:

„Du bist der Wind unter meinen Flöhen, die Algen unter meinen Augen. Willst du mich heiraten?“

Schönes Wochenende! 🙂

Und was Faultier mit Algen zu tun haben kannst Du hier lesen: Faultier & Alge

Wales spielt morgen im EM-Halbfinale. Ich bin zwar kein wirklicher Fußballfan, aber EM und WM werden verfolgt und so eine großartige Leistung ringt Respekt ab – klasse! Der Gegner ist Portugal. Und was fällt mir zur Konstellation Wales : Portugal unter anderem ein? Algen, na klar! 🙂 Und da heißt es: Traditionelles walisisches Laverbread (Nori-Brot (Laver ist im Walisischen die Bezeichnung einer Porphyra-Art, vergleichbar mit Nori)) gegen Ronaldo-Nori-Reiskopp (von Lee Samantha). Die Ergebnisse können sich beide sehen lassen, aber nach dem Test steht es geschmacklich 1 : 0 für Wales.

Links: Walisisches Laverbread mit gebratenem Paprika/Chicorée und Rettichsalat (Rezept/Foto & Copyright: Kirstin Knufmann/Jörg Ullmann), Rechts: Cristiano Ronaldo aus Reis und Nori von Lee Samantha, 2014

 

Walisisches Laverbread mit gebratenem Paprika/Chicorée und Rettichsalat

2 Personen

25 Minuten

 

4 Nori-Blätter

1,5 Tassen Haferflocken, fein gemahlen

1,5 Tassen Riesling

½ Tasse Wasser

1 EL Sesamöl

0,5 Tassen Haferflocken, grob für die Panade

2 rote Paprika

2 Chicoree

Balsamico, Crema

½ Rettich

3 Stängel Petersilie

2 Zwiebeln

Rapsöl

 

Laverbread

Die Nori-Blätter in kleine Stücke reißen zusammen mit 1 Tasse Riesling, ½ Tasse Wasser und dem Sesamöl  in einen Topf geben und 10 Minuten kochen lassen. Dabei ständig rühren bis sich die Nori-Blätter teilweise auflösen. Den Topf vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen. Die fein gemahlenen Haferflocken (Mixer, 30 Sekunden) dazu geben und kräftig mit den Händen zu einem Teig kneten. Den Teig in 4 Stücke teilen und in der Hand zu flachen Fladen formen. Diese in den Haferflocken wälzen und danach mit etwas Rapsöl 8 Minuten von beiden Seiten in einer Pfanne anbraten bis die Oberflächen goldgelb sind.

Rettichsalat

Den Rettich zu kleinen Stiften raspeln, ½ Tasse Riesling dazu geben, kräftig vermengen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Petersilie klein hacken und untermischen. Den Rettichsalat mit der Hand leicht ausdrücken und in ein Glas füllen.

Gemüse

Den Paprika der Länge nach vierteln und den Stiel und das Kerngehäuse entfernen. Chicoree der Länge nach vierteln. Beides in etwas Rapsöl in einer Pfanne 8 Minuten anbraten. Je ein Chicoree-Viertel auf ein Paprika-Viertel legen und etwas Balsamico-Crema darauf geben.

Die Zwiebeln schälen, zu Ringen schneiden und kurz in etwas Rapsöl anbraten.

Das Laverbread, den Paprika, den Chicoree und die Zwiebeln auf einem Teller anrichten, Salat dazustellen – fertig!

Bubble Tea

Copyright / Fotos: Martina Görlach und Katrin Winner, Eising Studio, München / „ALGEN: Das gesunde Gemüse aus dem Meer“ / KOSMOS Verlag

Wer kennt ihn nicht, den Bubble Tea? Kinder liebten ihn! Er war quietschsüß, quietschbunt und sah ein bisschen aus wie Froschlaich in Zauberwasser… Die Kugeln wurden aus Tapiokastärke, Speisestärke oder Alginat (Popping Bobas) hergestellt. So schnell wie der Hype aufkam (an jeder Ecke schossen Bubble Tea-Läden aus dem Boden), so schnell verschwand er auch wieder. Die Gründe dafür? Zu viel Zucker, künstliche Aromen und der angebliche Nachweis von krebserregenden Stoffen, was jedoch später wieder revidiert wurde.

Uns interessieren die Kügelchen aus Alginat (ein Extrakt aus Braunalgen). Die Herstellung entstammt Techniken der Molekularküche und ist ganz einfach. Heute tauchen diese Alginat-Kügelchen zum Beispiel als „Vegetarischer Caviar“ mit verschiedenen Füllungen wieder auf dem Markt auf.

Vor nicht allzu langer Zeit kochte ich zusammen mit Schülern der 7. Klasse im Rahmen des Hauswirtschaftskurses mit Algen. Wir stellten auch die Alginatkügelchen her, in denen wir verschiedene Säfte oder auch eine Chlorella-Suspension verpackten. Das ergab verschieden gefärbte Kügelchen, die unterschiedlich schmeckten. Die Schüler waren begeistert und uns hat es allen Spaß gemacht. Die Kugeln können in Tees oder Säfte gegeben oder als Garnitur zum Verfeinern von Speisen verwendet werden.

Was braucht man? Alginat, Kalziumlaktat (oder –chlorid) und zum Beispiel Kirschsaft (oder irgendetwas anderes das „verpackt“ werden soll). Das war es schon! Die Starterpackung Alginat/Kalziumlaktat (oder –chlorid) kostet um die 10 Euro und hält ewig…

Rezept aus unserem Buch: „Algen – das gesunde Gemüse aus dem Meer“; Jörg Ullmann und Kirstin Knufmann; KOSMOS-Verlag; 2016

 

4 Personen

30 Minuten

 

1 g Alginat

100 ml Fruchtsaft

2 g Kalziumchlorid

200 ml mineralienarmes, stilles Mineralwasser

4 Gläser kalter Tee

(Sorte nach Belieben)

Spritzen, Tropfflaschen und feines Sieb

 

Das Alginat in einem Drittel des Fruchtsafts mit einem Pürierstab untermixen. Danach zu dem restlichen Fruchsaft geben und nochmals gut vermischen. Es dürfen keine Klümpchen mehr im Ansatz sein. Das Kalziumchlorid im Wasser auflösen. Wichtig ist es, mineralienarmes Wasser zu verwenden! Eventuell leicht erwärmen und nach dem Lösen des Salzes wieder abkühlen lassen. Die Alginat-Fruchtsaft-Mischung mit der Spritze aufziehen. Tropfen für Tropfen, kurz über der Oberfl äche, in die Kalziumchloridlösung tropfen lassen. Die Oberfläche der Tropfen polymerisiert jetzt aus und bildet die typischen Kügelchen mit Fruchtsaftfüllung. Die Größe der Ausflussöff nung der Spritze bestimmt die Größe der Alginatkugeln. Die Tropfen einer Tropfflasche ergeben größere Kugeln als die aus einer Spritze. Die Kügelchen vorsichtig mit einem Sieb herausheben und mit etwas Wasser abspülen. Die Kügelchen auf die Teegläser verteilen und mit einem dicken Strohhalm servieren.

 

Veganer „Kaviar“

 

Wie oben verfahren, aber 50 ml des Wassers mit 50 ml Gemüsesaft und 3 TL grünem Chlorella-Pulver vermischen. Diese Alginatkügelchen können auch sehr schön zum Dekorieren von Speisen oder als veganer „Kaviar“ verwendet werden, wie zum Beispiel für die Tomaten-Orangensaft-Suppe mit Chlorella-„Kaviar“ (Buch, Seite 31).

Verfasst von: dieweltderalgen | 1. Mai 2016

Geburtstag! 3 Jahre „Die Welt der Algen“

Heute vor drei Jahren habe ich mich entschlossen, diesen Blog zu starten. Die Idee dahinter war, interessante Geschichten, Porträts und Rezepte zum Thema „Algen“ aufzuschreiben. Ein Thema, welches mich sehr interessiert und von dem ich dachte, dass es auch andere interessieren könnte. Seitdem ist viel passiert! Höhepunkt des Ganzen ist mein neues (und erstes) Buch „Algen: das gesunde Gemüse aus dem Meer“, welches vor 2 Wochen beim KOSMOS Verlag erschienen ist. Der Verlag ist übrigens über diesen Blog auf mich aufmerksam geworden – das war der Startpunkt dieser tollen Zusammenarbeit.

Heute möchte ich mit Euch feiern – am besten mit einem meiner Lieblingsrezepte aus dem Buch, passend zum Wetter und zur Grillsaison – viel Spaß damit!

Auberginen-Dulse-Burger

Burger klein

Copyright / Fotos: Martina Görlach und Katrin Winner, Eising Studio, München / „ALGEN: Das gesunde Gemüse aus dem Meer“ / KOSMOS Verlag

4 Personen

25 Minuten

 

2 Tomaten

4 saure Gurken

2 große Salatblätter

1 Avocado

4 Dinkelbrötchen

12 TL Senf

4 TL Ketchup

1 große Zwiebel

5 EL Sonnenblumenöl

6 Champignons

Pfeffer

Salz

1 mittelgroße

Aubergine

4 TL Dulse-Flocken

Die Tomaten waschen und abtropfen lassen. Jeweils den Strunk entfernen und quer in dünne Scheiben schneiden. Die sauren Gurken längs in 4 dünne Scheiben schneiden. Salatblätter zerteilen, waschen und trocknen. Die Avocado längs halbieren, entkernen und in der Schale in dünne Scheiben schneiden. Danach das Fruchtfleisch vorsichtig aus der Schale lösen. Die Brötchen aufschneiden, die untere Hälfte mit 1 TL Senf und die obere mit 1 TL Ketchup bestreichen. Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Champignons säubern und in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebelscheiben in 1 EL heißem Sonnenblumenöl anbraten. Nach 3 Minuten die Pilze dazugeben und weitere 3 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer nach Belieben würzen. Aubergine waschen, trocknen und schräg in 4–5 mm dicke Scheiben schneiden. 4 EL Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen, die Scheiben beidseitig leicht salzen und von beiden Seiten insgesamt 5 Minuten braten. Danach die obere Seite in der Pfanne dünn mit 1 TL Senf bestreichen und die Hälfte der Dulse-Flocken darüberstreuen. Die Scheiben wenden und auch diese Seite mit Senf bestreichen und die Dulse-Flocken darüberstreuen. Beide Seiten ca. 2 Minuten braten, bis die Oberfläche eine schöne goldgelbe bis bronzene Färbung aufweist. Nicht zu lange braten, damit Dulse und Senf nicht verbrennen! Den Burger wie folgt belegen: 3 Avocadoscheiben, 1 Salatblatt, 2 Auberginenscheiben, 1/4 Pilz-Zwiebel-Gemisch, 2 Tomatenscheiben, 4 Gurkenscheiben. Zu den Burgern passen gut Ofenkartoffeln.

Blasentang (Fucus vesiculosus L.) – natürliche Jodquelle und therapeutisches Potential

Dipl.-Biologe Jörg Ullmann

(erschienen in: OM & Ernährung, Nr. 154, 2016)

BLASENTANG_01 halb quer

Blasentang (Fucus vesiculosus L.), Copyright „Die Welt der Algen“

Der Blasentang oder auch „Meereseiche“ (Fucus vesiculosus L.) ist eine marine Makroalge, die zur Klasse der Braunalgen (Phaeophyceae) gehört und schon 1753 von Carl von Linné in seiner Species plantarum beschrieben wurde (1).

Der Blasentang wird bis zu einem Meter groß. Der olivgrüne bis gelbbraune Thallus ist regelmäßig gabelig verzweigt und bandförmig gebaut. Der Mittelnerv läuft zur Basis hin in einen Stiel aus, der mit einer Haftscheibe auf dem Substrat befestigt ist. Typisch sind die paarweise und in regelmäßigen Abständen angeordneten Gasblasen, die zu beiden Seiten des Mittelnervs liegen. Diese sorgen durch ihren Auftrieb für einen aufrechten Stand der Thalli unter Wasser (2, 3).

Das Verbreitungsgebiet reicht im Nordatlantik von Ost- und Nordsee über die Britischen Inseln bis zu den Kanarischen Inseln und Marokko oder auch bis an die Ostküste der USA. Reiche Vorkommen gibt es an den Küsten Großbritanniens. Auch in der Ostsee war diese Braunalge häufig anzutreffen, die Bestände sind allerdings seit 2004 stark rückläufig (4).

Die medizinisch-naturheilkundlichen Anwendungen des Blasentangs sind vielfältig und werden nachfolgend zusammenfassend aufgeführt. Fucus vesiculosus findet Anwendung als Schlankheitsmittel, zur Behandlung von Schuppenflechte, zur Verbesserung des Hautbildes, hat entzündungshemmende Eigenschaften, zeigt antibiotische und antivirale Aktivitäten, hat gerinnungshemmende Eigenschaften und hemmt das Wachstum verschiedener Krebszelllinien. Aufgrund seines hohen Gehaltes an Jod wird er schon lange zur Kropfbehandlung eingesetzt.

Wie alle Meeresalgen können vor allem Braunalgen große Mengen an Jod anreichern, nämlich von ca. 0,000005% im Meerwasser auf bis zu ca. 0,3% in der Algenbiomasse! Dabei gilt die Faustregel, dass Braunalgen mehr Jod enthalten als Rotalgen gefolgt von den Grünalgen. Allerdings gilt das nur für die Meeresalgen. Süßwasseralgen, wie zum Beispiel Chlorella, enthalten nur Spuren dieses Elements. Das macht Meeresalgen als natürliche Jodquelle interessant. Und so titelte kürzlich zum Beispiel auch die Süddeutsche Zeitung: „Algen sind der perfekte Jod-Lieferant für Vegetarier“ (5).

Ausgewählte Inhaltsstoffe von Fucus (pro 100 g)

Energie kJ 809
kcal 194
Protein g 7,4
Kohlenhydrate g 15,7
Ballaststoffe g 44,6
Fett g 1,3
Polyphenole g 5,6
Natrium mg 4023
Magnesium mg 885
Kalium mg 3272
Kalzium mg 1167
Eisen mg 14,7
Jod mg 40,0 (21,2-88,4)
Vitamin E mg 12
Vitamin B3 mg 1,7
Vitamin B8 µg 47,3

Tab. 1: Ausgewählte Inhaltsstoffe (mittlere Werte) von Fucus vesiculosus und Fucus serratus bezogen auf 100 g Trockenmasse. (Quelle: www.ceva.fr, CEVA (Centre d`Etude et de Valorisation des Algues), Pleubian, France, Fiche Nutritionnelle – Fucus serratus,vesiculosus  14.03.2015)

Die medizinische Nutzung des (jodreichen) Blasentanges reicht weit zurück. So wird zum Beispiel schon in Samuel Hahnemanns „Apothekerlexikon“ von 1793 dessen Anwendung bei Kropf und Skrofeln beschrieben: „Wo er (der Blasentang, Anm. des Autors) wächst, pflegt man mit dem rohen oder bis zum Rhob eingedickten Safte der Bläschen desselben Kröpfe und verhärtete Drüsen zu reiben. Dieses Kraut in verdeckten Geschirren schwarz gebrannt und zu Pulver gemacht, führt den Namen „vegetabilischer Mohr“ (Aethiops vegetabilis), eine hie und dort gegen Drüsengeschwülste gerühmte Arznei.“ (6)
Das Element „Jod“ wurde allerdings erst später, 1811 von dem französischen Chemiker Bernard Courtois entdeckt. Auch dabei spielten Algen die Hauptrolle. Durch die Veraschung von Braunalgen (Gattung Laminaria) sollte eine Lauge hergestellt werden, die über verschiedene Zwischenschritte,  Ausgangsstoff für die Herstellung von Schießpulver sein sollte (dieses wurde in den Napoleonischen Kriegen benötigt). Dabei stiegen nach Zugabe von Schwefelsäure violette Dämpfe auf – ein neues chemisches Element war entdeckt. Das neu gefundene Element wurde „Iodine“ getauft, in Anlehnung an das altgriechischen Wort für violett: „ioeides“ (7).

Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, welches für den Aufbau der jodhaltigen Schilddrüsenhormone benötigt wird. Diese spielen unter anderem eine wichtige Rolle in der Wachstumsphase, im Energiestoffwechsel und bei der Entwicklung der meisten Organe, besonders des Gehirns. Weite Teile Mitteleuropas gelten als Jodmangelgebiete. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 180-200 µg Jod pro Tag für Erwachsene. Die tatsächliche Jodaufnahme wurde für Deutschland allerdings auf nur 110-120 µg geschätzt (8).Weltweit sind nach Schätzungen der WHO bis zu einer Milliarde Menschen von Jodmangel betroffen (9). Auf der anderen Seite kann ein Überangebot an Jod (Jodexzess) auch zu Schädigungen führen. Hierbei gibt es jedoch hinsichtlich des Risikos große individuelle Unterschiede. Gesunde Erwachsene tolerieren Jodmengen von 1.000-2.000 µg pro Tag. Waren sie allerdings vorher einem Jodmangel ausgesetzt liegt diese Obergrenze viel niedriger (10). Vom Bundesamt für Risikobewertung wird ein Wert von 600 µg (von der WHO 1.000 µg) als tolerable Höchstmenge angegeben, die bei täglicher Gesamtzufuhr keinerlei Nebenwirkungen hervorruft (11).

Meeresalgen, wie der Blasentang, gelten als gute natürliche Jodquelle (12). Die Jodgehalte in Algenprodukten können allerdings stark schwanken, was eine sichere Versorgung mit diesem Spurenelement schwierig macht. Der Jodgehalt ist dabei stark abhängig vom Anbaugebiet, vom Alter der Alge oder auch vom Erntezeitpunkt. Nahrungsergänzungsmittel aus Blasentang, zum Beispiel in Form von Kapseln, sollten deshalb unbedingt durch einen standardisierten Prozess auf einen bestimmten Jodgehalt eingestellt sein. Außerdem sollten die Produkte unbedingt auf Schadstoffe geprüft sein, da die Algen auch Schwermetalle wie Blei, Quecksilber, Cadmium und Arsen akkumulieren können.

Die Bioverfügbarkeit von Jod aus Lebensmitteln kann sehr unterschiedlich sein. Wichtig sind dabei die vorliegenden Jodverbindungen an sich, das Verhältnis von (wasserlöslichen) anorganischem zu organischem Jod, die Matrix des Lebensmittels (jodidbindende Substanzen) und die Verfügbarkeit verschiedener Mineralien (vor allem Selen). Bioverfügbares Jod ist dabei solches, welches nach Aufnahme auch zur Produktion der Thyroidhormone verwendet wird. Zum Beispiel wird anorganisches Jod schnell aufgenommen, aber 85-90% davon direkt wieder über den Urin ausgeschieden. Das heißt, die Bioverfügbarkeit von anorganischem Jod liegt bei ca. 10-15% (13, 14, 15).

In Algen kann das Auftreten der verschiedenen Jodverbindungen und der Gehalt an Jod sehr stark variieren, mit Konsequenzen für die Bioverfügbarkeit (16). Die Bioverfügbarkeit von Jod aus Braunalgen scheint dabei aber sehr gut zu sein. Bei den untersuchten Braunalgen lagen die Werte bei 90% beziehungsweise 61,5% in Abhängigkeit vom Personenkreis, die die Algen einnahmen. Der Gehalt an anorganischem Jodid lag bei ca. 80-87%, der von organisch gebundenem Jod bei 13-20% (14, 17). Das organisch gebundene Jod kann in der Form nicht aufgenommen werde und muss erst aufgespalten werden. Das kann in einer verzögerten Freisetzung, eine Art „Depotwirkung“, von Jod resultieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Meeresalgen eine gute, natürliche Jodquelle vor allem für Vegetarier und Veganer sein können. Der Blasentang wurde schon vor langer Zeit, bereits vor der Entdeckung des chemischen Elements Jod, bei typischen Jodmangelerkrankungen erfolgreich eingesetzt. Präparate aus Blasentang können bei richtiger Anwendung eine optimale Jodversorgung sicherstellen. Die Präparate sollten allerdings einen fest eingestellten Jodgehalt haben und auf Schadstoffe geprüft sein.

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