Als Erstes möchte ich Euch ein gesundes, friedvolles, glückliches und überhaupt tolles Jahr 2017 wünschen! Die Pipeline mit „Algen-Geschichten“ ist prall gefüllt und es wird mit Sicherheit ein spannendes Jahr…

Zu Beginn des Jahres wird traditionell von den Wissenschaftlern der Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft die „Alge des Jahres“ vorgestellt, diesmal ist es die Blaugrüne Felskugel Chroococcidiopsis.

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Nach dem Aufbrechen der Beacon-Sandstein genannten Felsformation in der Antarktis wird die in den obersten Millimetern lebende Blaugrüne Felskugel (Chroococcidiopsis) sichtbar (Pfeile). Foto: Burkhard Büdel, TU Kaiserslautern

Die Blaugrüne Felskugel zählt zu den Cyanobakterien (früher auch Blaualgen genannt). Das Besondere an ihr? Sie trotzt Extrembedingungen und erschließt lebensfeindliche Orte als sogenannter Erstbesiedler. Der Einzeller lebt in Steinen und Flechten, hält hohe und niedrige Salzgehalte und UV-Strahlung aus und verkraftet ein breites Temperaturspektrum. Man findet die Alge in den obersten drei bis vier lichtdurchlässigen Millimetern in Granit, Marmor oder Sandsteinen, in Wüsten und heißen Quellen. Die Blaugrüne Felskugel überlebt sogar, wenn sie aufgrund von Austrocknung nur 5-6 Tage im Jahr aktiv sein kann und benötigt wenig Licht – nur etwa ein Zehntel der Lichtmenge eines trüben Wintertages.

Die Blaugrüne Felskugel fixiert Stickstoff aus der Luft und bereitet als Erstbesiedler so den Lebensraum für nachfolgende Lebewesen. In der Ökologie zählt sie zu den Bodenbildnern.

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Unter dem Mikroskop werden die einzelligen Felskugeln der Art Chroococcidiopsis cubanasichtbar, die von Gallerthüllen umgeben sind. Die Gallerthüllen schützen das Cyanobakterium vor extremer Austrocknung und übermäßiger Sonneneinstrahlung. Aufnahme: Tatyana Darienko, Universität Göttingen (SAG-Nr. 39.79)

Fast hätten wir es verpasst, die 50.000 Views auf den Blog zu feiern… Aber nichts da!
Für die wahrscheinlich letzten warmen Tage im Jahr gibt es für Euch ein lecker-blaues Eisrezept, vollgepackt mit Superfoods und freundlicherweise zu Verfügung gestellt von PureRaw.
Im Rezept  ist 2x „Alge“ enthalten. Einmal ein blau-färbender Spirulina-Extrakt (das kennt ihr von den blauen Smarties oder den blauen Gummitierchen schon…) und eine speziell fermentierte Chlorella, die reich an pflanzlichen Fettsäuren ist (hier als BOBEI (Abk. für Backen ohne Butter und Ei))
Lasst es Euch schmecken und genießt die Tage!

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Copyright: Kirstin Knufmann / PureRaw

Blue Velvet Ice-Bowl

Menge: ca. 800 ml = 1 Füllung Eismaschine

Equipment: Mixer, Eismaschine

Zeit: 10 min Zubereitung, ca. 50 Minuten Kühlzeit

Zutaten:

150 g Cashewkerne

80 ml Kokosöl

100 ml Yacónsirup

2 EL Macapulver

1 EL BOBEI

1 TL Sonnenblumenlecithin

1/8 TL Vanillepulver

Spirulina Extrakt oder alternativ Spirulina Pulver

Wasser

30 g Kakaonibs

20 g Chiasamen

 

Deko:

Sauerkirschen, entsteint

Heidelbeeren

Kakaonibs

 

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf die Kakaonibs und die Chiasamen in den Mixer geben und zu einer feinen Creme vermixen. Mit dem Wasser bis auf eine Gesamteismasse von 800 ml auffüllen. Anschließend die Kakaonibs und die Chiasamen unterrühren und die Eismasse in die Eismaschine geben. Nach Belieben z.B. mit frischen Gartenkräutern, Früchten und Kakaonibs garnieren.

Verfasst von: dieweltderalgen | 26. August 2016

Algen – Zitate: Sid`s Heiratsantrag

Man kann mit Fug und Recht behaupten: Algen sind in allen Bereichen des Lebens angekommen – hier ist zum Beispiel der Heiratsantrag von Sid (das Faultier…) aus „Ice Age – Kollision voraus“:

„Du bist der Wind unter meinen Flöhen, die Algen unter meinen Augen. Willst du mich heiraten?“

Schönes Wochenende! 🙂

Und was Faultier mit Algen zu tun haben kannst Du hier lesen: Faultier & Alge

Wales spielt morgen im EM-Halbfinale. Ich bin zwar kein wirklicher Fußballfan, aber EM und WM werden verfolgt und so eine großartige Leistung ringt Respekt ab – klasse! Der Gegner ist Portugal. Und was fällt mir zur Konstellation Wales : Portugal unter anderem ein? Algen, na klar! 🙂 Und da heißt es: Traditionelles walisisches Laverbread (Nori-Brot (Laver ist im Walisischen die Bezeichnung einer Porphyra-Art, vergleichbar mit Nori)) gegen Ronaldo-Nori-Reiskopp (von Lee Samantha). Die Ergebnisse können sich beide sehen lassen, aber nach dem Test steht es geschmacklich 1 : 0 für Wales.

Links: Walisisches Laverbread mit gebratenem Paprika/Chicorée und Rettichsalat (Rezept/Foto & Copyright: Kirstin Knufmann/Jörg Ullmann), Rechts: Cristiano Ronaldo aus Reis und Nori von Lee Samantha, 2014

 

Walisisches Laverbread mit gebratenem Paprika/Chicorée und Rettichsalat

2 Personen

25 Minuten

 

4 Nori-Blätter

1,5 Tassen Haferflocken, fein gemahlen

1,5 Tassen Riesling

½ Tasse Wasser

1 EL Sesamöl

0,5 Tassen Haferflocken, grob für die Panade

2 rote Paprika

2 Chicoree

Balsamico, Crema

½ Rettich

3 Stängel Petersilie

2 Zwiebeln

Rapsöl

 

Laverbread

Die Nori-Blätter in kleine Stücke reißen zusammen mit 1 Tasse Riesling, ½ Tasse Wasser und dem Sesamöl  in einen Topf geben und 10 Minuten kochen lassen. Dabei ständig rühren bis sich die Nori-Blätter teilweise auflösen. Den Topf vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen. Die fein gemahlenen Haferflocken (Mixer, 30 Sekunden) dazu geben und kräftig mit den Händen zu einem Teig kneten. Den Teig in 4 Stücke teilen und in der Hand zu flachen Fladen formen. Diese in den Haferflocken wälzen und danach mit etwas Rapsöl 8 Minuten von beiden Seiten in einer Pfanne anbraten bis die Oberflächen goldgelb sind.

Rettichsalat

Den Rettich zu kleinen Stiften raspeln, ½ Tasse Riesling dazu geben, kräftig vermengen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Petersilie klein hacken und untermischen. Den Rettichsalat mit der Hand leicht ausdrücken und in ein Glas füllen.

Gemüse

Den Paprika der Länge nach vierteln und den Stiel und das Kerngehäuse entfernen. Chicoree der Länge nach vierteln. Beides in etwas Rapsöl in einer Pfanne 8 Minuten anbraten. Je ein Chicoree-Viertel auf ein Paprika-Viertel legen und etwas Balsamico-Crema darauf geben.

Die Zwiebeln schälen, zu Ringen schneiden und kurz in etwas Rapsöl anbraten.

Das Laverbread, den Paprika, den Chicoree und die Zwiebeln auf einem Teller anrichten, Salat dazustellen – fertig!

Bubble Tea

Copyright / Fotos: Martina Görlach und Katrin Winner, Eising Studio, München / „ALGEN: Das gesunde Gemüse aus dem Meer“ / KOSMOS Verlag

Wer kennt ihn nicht, den Bubble Tea? Kinder liebten ihn! Er war quietschsüß, quietschbunt und sah ein bisschen aus wie Froschlaich in Zauberwasser… Die Kugeln wurden aus Tapiokastärke, Speisestärke oder Alginat (Popping Bobas) hergestellt. So schnell wie der Hype aufkam (an jeder Ecke schossen Bubble Tea-Läden aus dem Boden), so schnell verschwand er auch wieder. Die Gründe dafür? Zu viel Zucker, künstliche Aromen und der angebliche Nachweis von krebserregenden Stoffen, was jedoch später wieder revidiert wurde.

Uns interessieren die Kügelchen aus Alginat (ein Extrakt aus Braunalgen). Die Herstellung entstammt Techniken der Molekularküche und ist ganz einfach. Heute tauchen diese Alginat-Kügelchen zum Beispiel als „Vegetarischer Caviar“ mit verschiedenen Füllungen wieder auf dem Markt auf.

Vor nicht allzu langer Zeit kochte ich zusammen mit Schülern der 7. Klasse im Rahmen des Hauswirtschaftskurses mit Algen. Wir stellten auch die Alginatkügelchen her, in denen wir verschiedene Säfte oder auch eine Chlorella-Suspension verpackten. Das ergab verschieden gefärbte Kügelchen, die unterschiedlich schmeckten. Die Schüler waren begeistert und uns hat es allen Spaß gemacht. Die Kugeln können in Tees oder Säfte gegeben oder als Garnitur zum Verfeinern von Speisen verwendet werden.

Was braucht man? Alginat, Kalziumlaktat (oder –chlorid) und zum Beispiel Kirschsaft (oder irgendetwas anderes das „verpackt“ werden soll). Das war es schon! Die Starterpackung Alginat/Kalziumlaktat (oder –chlorid) kostet um die 10 Euro und hält ewig…

Rezept aus unserem Buch: „Algen – das gesunde Gemüse aus dem Meer“; Jörg Ullmann und Kirstin Knufmann; KOSMOS-Verlag; 2016

 

4 Personen

30 Minuten

 

1 g Alginat

100 ml Fruchtsaft

2 g Kalziumchlorid

200 ml mineralienarmes, stilles Mineralwasser

4 Gläser kalter Tee

(Sorte nach Belieben)

Spritzen, Tropfflaschen und feines Sieb

 

Das Alginat in einem Drittel des Fruchtsafts mit einem Pürierstab untermixen. Danach zu dem restlichen Fruchsaft geben und nochmals gut vermischen. Es dürfen keine Klümpchen mehr im Ansatz sein. Das Kalziumchlorid im Wasser auflösen. Wichtig ist es, mineralienarmes Wasser zu verwenden! Eventuell leicht erwärmen und nach dem Lösen des Salzes wieder abkühlen lassen. Die Alginat-Fruchtsaft-Mischung mit der Spritze aufziehen. Tropfen für Tropfen, kurz über der Oberfl äche, in die Kalziumchloridlösung tropfen lassen. Die Oberfläche der Tropfen polymerisiert jetzt aus und bildet die typischen Kügelchen mit Fruchtsaftfüllung. Die Größe der Ausflussöff nung der Spritze bestimmt die Größe der Alginatkugeln. Die Tropfen einer Tropfflasche ergeben größere Kugeln als die aus einer Spritze. Die Kügelchen vorsichtig mit einem Sieb herausheben und mit etwas Wasser abspülen. Die Kügelchen auf die Teegläser verteilen und mit einem dicken Strohhalm servieren.

 

Veganer „Kaviar“

 

Wie oben verfahren, aber 50 ml des Wassers mit 50 ml Gemüsesaft und 3 TL grünem Chlorella-Pulver vermischen. Diese Alginatkügelchen können auch sehr schön zum Dekorieren von Speisen oder als veganer „Kaviar“ verwendet werden, wie zum Beispiel für die Tomaten-Orangensaft-Suppe mit Chlorella-„Kaviar“ (Buch, Seite 31).

Verfasst von: dieweltderalgen | 1. Mai 2016

Geburtstag! 3 Jahre „Die Welt der Algen“

Heute vor drei Jahren habe ich mich entschlossen, diesen Blog zu starten. Die Idee dahinter war, interessante Geschichten, Porträts und Rezepte zum Thema „Algen“ aufzuschreiben. Ein Thema, welches mich sehr interessiert und von dem ich dachte, dass es auch andere interessieren könnte. Seitdem ist viel passiert! Höhepunkt des Ganzen ist mein neues (und erstes) Buch „Algen: das gesunde Gemüse aus dem Meer“, welches vor 2 Wochen beim KOSMOS Verlag erschienen ist. Der Verlag ist übrigens über diesen Blog auf mich aufmerksam geworden – das war der Startpunkt dieser tollen Zusammenarbeit.

Heute möchte ich mit Euch feiern – am besten mit einem meiner Lieblingsrezepte aus dem Buch, passend zum Wetter und zur Grillsaison – viel Spaß damit!

Auberginen-Dulse-Burger

Burger klein

Copyright / Fotos: Martina Görlach und Katrin Winner, Eising Studio, München / „ALGEN: Das gesunde Gemüse aus dem Meer“ / KOSMOS Verlag

4 Personen

25 Minuten

 

2 Tomaten

4 saure Gurken

2 große Salatblätter

1 Avocado

4 Dinkelbrötchen

12 TL Senf

4 TL Ketchup

1 große Zwiebel

5 EL Sonnenblumenöl

6 Champignons

Pfeffer

Salz

1 mittelgroße

Aubergine

4 TL Dulse-Flocken

Die Tomaten waschen und abtropfen lassen. Jeweils den Strunk entfernen und quer in dünne Scheiben schneiden. Die sauren Gurken längs in 4 dünne Scheiben schneiden. Salatblätter zerteilen, waschen und trocknen. Die Avocado längs halbieren, entkernen und in der Schale in dünne Scheiben schneiden. Danach das Fruchtfleisch vorsichtig aus der Schale lösen. Die Brötchen aufschneiden, die untere Hälfte mit 1 TL Senf und die obere mit 1 TL Ketchup bestreichen. Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Champignons säubern und in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebelscheiben in 1 EL heißem Sonnenblumenöl anbraten. Nach 3 Minuten die Pilze dazugeben und weitere 3 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer nach Belieben würzen. Aubergine waschen, trocknen und schräg in 4–5 mm dicke Scheiben schneiden. 4 EL Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen, die Scheiben beidseitig leicht salzen und von beiden Seiten insgesamt 5 Minuten braten. Danach die obere Seite in der Pfanne dünn mit 1 TL Senf bestreichen und die Hälfte der Dulse-Flocken darüberstreuen. Die Scheiben wenden und auch diese Seite mit Senf bestreichen und die Dulse-Flocken darüberstreuen. Beide Seiten ca. 2 Minuten braten, bis die Oberfläche eine schöne goldgelbe bis bronzene Färbung aufweist. Nicht zu lange braten, damit Dulse und Senf nicht verbrennen! Den Burger wie folgt belegen: 3 Avocadoscheiben, 1 Salatblatt, 2 Auberginenscheiben, 1/4 Pilz-Zwiebel-Gemisch, 2 Tomatenscheiben, 4 Gurkenscheiben. Zu den Burgern passen gut Ofenkartoffeln.

Blasentang (Fucus vesiculosus L.) – natürliche Jodquelle und therapeutisches Potential

Dipl.-Biologe Jörg Ullmann

(erschienen in: OM & Ernährung, Nr. 154, 2016)

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Blasentang (Fucus vesiculosus L.), Copyright „Die Welt der Algen“

Der Blasentang oder auch „Meereseiche“ (Fucus vesiculosus L.) ist eine marine Makroalge, die zur Klasse der Braunalgen (Phaeophyceae) gehört und schon 1753 von Carl von Linné in seiner Species plantarum beschrieben wurde (1).

Der Blasentang wird bis zu einem Meter groß. Der olivgrüne bis gelbbraune Thallus ist regelmäßig gabelig verzweigt und bandförmig gebaut. Der Mittelnerv läuft zur Basis hin in einen Stiel aus, der mit einer Haftscheibe auf dem Substrat befestigt ist. Typisch sind die paarweise und in regelmäßigen Abständen angeordneten Gasblasen, die zu beiden Seiten des Mittelnervs liegen. Diese sorgen durch ihren Auftrieb für einen aufrechten Stand der Thalli unter Wasser (2, 3).

Das Verbreitungsgebiet reicht im Nordatlantik von Ost- und Nordsee über die Britischen Inseln bis zu den Kanarischen Inseln und Marokko oder auch bis an die Ostküste der USA. Reiche Vorkommen gibt es an den Küsten Großbritanniens. Auch in der Ostsee war diese Braunalge häufig anzutreffen, die Bestände sind allerdings seit 2004 stark rückläufig (4).

Die medizinisch-naturheilkundlichen Anwendungen des Blasentangs sind vielfältig und werden nachfolgend zusammenfassend aufgeführt. Fucus vesiculosus findet Anwendung als Schlankheitsmittel, zur Behandlung von Schuppenflechte, zur Verbesserung des Hautbildes, hat entzündungshemmende Eigenschaften, zeigt antibiotische und antivirale Aktivitäten, hat gerinnungshemmende Eigenschaften und hemmt das Wachstum verschiedener Krebszelllinien. Aufgrund seines hohen Gehaltes an Jod wird er schon lange zur Kropfbehandlung eingesetzt.

Wie alle Meeresalgen können vor allem Braunalgen große Mengen an Jod anreichern, nämlich von ca. 0,000005% im Meerwasser auf bis zu ca. 0,3% in der Algenbiomasse! Dabei gilt die Faustregel, dass Braunalgen mehr Jod enthalten als Rotalgen gefolgt von den Grünalgen. Allerdings gilt das nur für die Meeresalgen. Süßwasseralgen, wie zum Beispiel Chlorella, enthalten nur Spuren dieses Elements. Das macht Meeresalgen als natürliche Jodquelle interessant. Und so titelte kürzlich zum Beispiel auch die Süddeutsche Zeitung: „Algen sind der perfekte Jod-Lieferant für Vegetarier“ (5).

Ausgewählte Inhaltsstoffe von Fucus (pro 100 g)

Energie kJ 809
kcal 194
Protein g 7,4
Kohlenhydrate g 15,7
Ballaststoffe g 44,6
Fett g 1,3
Polyphenole g 5,6
Natrium mg 4023
Magnesium mg 885
Kalium mg 3272
Kalzium mg 1167
Eisen mg 14,7
Jod mg 40,0 (21,2-88,4)
Vitamin E mg 12
Vitamin B3 mg 1,7
Vitamin B8 µg 47,3

Tab. 1: Ausgewählte Inhaltsstoffe (mittlere Werte) von Fucus vesiculosus und Fucus serratus bezogen auf 100 g Trockenmasse. (Quelle: www.ceva.fr, CEVA (Centre d`Etude et de Valorisation des Algues), Pleubian, France, Fiche Nutritionnelle – Fucus serratus,vesiculosus  14.03.2015)

Die medizinische Nutzung des (jodreichen) Blasentanges reicht weit zurück. So wird zum Beispiel schon in Samuel Hahnemanns „Apothekerlexikon“ von 1793 dessen Anwendung bei Kropf und Skrofeln beschrieben: „Wo er (der Blasentang, Anm. des Autors) wächst, pflegt man mit dem rohen oder bis zum Rhob eingedickten Safte der Bläschen desselben Kröpfe und verhärtete Drüsen zu reiben. Dieses Kraut in verdeckten Geschirren schwarz gebrannt und zu Pulver gemacht, führt den Namen „vegetabilischer Mohr“ (Aethiops vegetabilis), eine hie und dort gegen Drüsengeschwülste gerühmte Arznei.“ (6)
Das Element „Jod“ wurde allerdings erst später, 1811 von dem französischen Chemiker Bernard Courtois entdeckt. Auch dabei spielten Algen die Hauptrolle. Durch die Veraschung von Braunalgen (Gattung Laminaria) sollte eine Lauge hergestellt werden, die über verschiedene Zwischenschritte,  Ausgangsstoff für die Herstellung von Schießpulver sein sollte (dieses wurde in den Napoleonischen Kriegen benötigt). Dabei stiegen nach Zugabe von Schwefelsäure violette Dämpfe auf – ein neues chemisches Element war entdeckt. Das neu gefundene Element wurde „Iodine“ getauft, in Anlehnung an das altgriechischen Wort für violett: „ioeides“ (7).

Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, welches für den Aufbau der jodhaltigen Schilddrüsenhormone benötigt wird. Diese spielen unter anderem eine wichtige Rolle in der Wachstumsphase, im Energiestoffwechsel und bei der Entwicklung der meisten Organe, besonders des Gehirns. Weite Teile Mitteleuropas gelten als Jodmangelgebiete. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 180-200 µg Jod pro Tag für Erwachsene. Die tatsächliche Jodaufnahme wurde für Deutschland allerdings auf nur 110-120 µg geschätzt (8).Weltweit sind nach Schätzungen der WHO bis zu einer Milliarde Menschen von Jodmangel betroffen (9). Auf der anderen Seite kann ein Überangebot an Jod (Jodexzess) auch zu Schädigungen führen. Hierbei gibt es jedoch hinsichtlich des Risikos große individuelle Unterschiede. Gesunde Erwachsene tolerieren Jodmengen von 1.000-2.000 µg pro Tag. Waren sie allerdings vorher einem Jodmangel ausgesetzt liegt diese Obergrenze viel niedriger (10). Vom Bundesamt für Risikobewertung wird ein Wert von 600 µg (von der WHO 1.000 µg) als tolerable Höchstmenge angegeben, die bei täglicher Gesamtzufuhr keinerlei Nebenwirkungen hervorruft (11).

Meeresalgen, wie der Blasentang, gelten als gute natürliche Jodquelle (12). Die Jodgehalte in Algenprodukten können allerdings stark schwanken, was eine sichere Versorgung mit diesem Spurenelement schwierig macht. Der Jodgehalt ist dabei stark abhängig vom Anbaugebiet, vom Alter der Alge oder auch vom Erntezeitpunkt. Nahrungsergänzungsmittel aus Blasentang, zum Beispiel in Form von Kapseln, sollten deshalb unbedingt durch einen standardisierten Prozess auf einen bestimmten Jodgehalt eingestellt sein. Außerdem sollten die Produkte unbedingt auf Schadstoffe geprüft sein, da die Algen auch Schwermetalle wie Blei, Quecksilber, Cadmium und Arsen akkumulieren können.

Die Bioverfügbarkeit von Jod aus Lebensmitteln kann sehr unterschiedlich sein. Wichtig sind dabei die vorliegenden Jodverbindungen an sich, das Verhältnis von (wasserlöslichen) anorganischem zu organischem Jod, die Matrix des Lebensmittels (jodidbindende Substanzen) und die Verfügbarkeit verschiedener Mineralien (vor allem Selen). Bioverfügbares Jod ist dabei solches, welches nach Aufnahme auch zur Produktion der Thyroidhormone verwendet wird. Zum Beispiel wird anorganisches Jod schnell aufgenommen, aber 85-90% davon direkt wieder über den Urin ausgeschieden. Das heißt, die Bioverfügbarkeit von anorganischem Jod liegt bei ca. 10-15% (13, 14, 15).

In Algen kann das Auftreten der verschiedenen Jodverbindungen und der Gehalt an Jod sehr stark variieren, mit Konsequenzen für die Bioverfügbarkeit (16). Die Bioverfügbarkeit von Jod aus Braunalgen scheint dabei aber sehr gut zu sein. Bei den untersuchten Braunalgen lagen die Werte bei 90% beziehungsweise 61,5% in Abhängigkeit vom Personenkreis, die die Algen einnahmen. Der Gehalt an anorganischem Jodid lag bei ca. 80-87%, der von organisch gebundenem Jod bei 13-20% (14, 17). Das organisch gebundene Jod kann in der Form nicht aufgenommen werde und muss erst aufgespalten werden. Das kann in einer verzögerten Freisetzung, eine Art „Depotwirkung“, von Jod resultieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Meeresalgen eine gute, natürliche Jodquelle vor allem für Vegetarier und Veganer sein können. Der Blasentang wurde schon vor langer Zeit, bereits vor der Entdeckung des chemischen Elements Jod, bei typischen Jodmangelerkrankungen erfolgreich eingesetzt. Präparate aus Blasentang können bei richtiger Anwendung eine optimale Jodversorgung sicherstellen. Die Präparate sollten allerdings einen fest eingestellten Jodgehalt haben und auf Schadstoffe geprüft sein.

  • Caroli Linnaei (1753).Species plantarum, exhibentes plantas rite cognitas, ad genera relatas, cum differentiis specificis, nominibus trivialibus, synonymis selectis, locis natalibus, secundum systema sexuale digestas. Holmiae, Impensis Laurentii Salvii. (Digitalisierte Fassung unter: http://www.botanicus.org/page/358012)
  • Bohuslav Fott (1971). Algenkunde. 2. Auflage. VEB Gustav Fischer Verlag Jena.
  • Christiaan van den Hoek, Hans Martin Jahns, David G. Mann (1993). Algen. 3,, neubearbeitete Auflage. Georg Thieme Verlag Stuttgart.
  • Constanze Pehlke, Uwe Selig, Hendrik Schubert (2008). Verbreitung und Ökophysiologie von Fucus-Beständen der Mecklenburger Bucht (südliche Ostseeküste).In: Meeresbiolog. Beitr., Heft 20, S. 123-142.
  • Bonn (dpa/tmn). (02. Dezember 2015). Algen sind der perfekte Jod-Lieferant für Vegetarier. Ernährung. sueddeutsche.de.
  • Samuel Hahnemann (1793). Apothekerlexikon. Leipzig. 1. Abt., 1. Teil, S. 132. (Digitalisierte Fassung unter: http://www.zeno.org/nid/20003629031)
  • Patricia A. Swain (2005).Bernard Courtois (1777–1838), Famed for discovering Iodine (1811), and his life in Paris from 1798. Hist. Chem., Vol. 30, Number 2.
  • DGE-Info (2003). Mit Jodsalz und ausgewogener Ernährung konsequent, effektiv und sicher gegen Jodmangel.Forschung, Klinik und Praxis.
  • WHO (2004). Iodine Status Worldwide. S.31.
  • Bundesamt für Risikobewertung (2004, aktualisiert 2007). Gesundheitliche Risiken durch zu hohen Jodgehalt in getrockneten Algen.
  • Bundesamt für Risikobewertung (2005). Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln – Eine aktuelle Risikobewertung.
  • Emilie Combet, Zheng Feei Ma; Frances Cousins, Brett Thompson, Michael A. J. Lean (2014). Low-level seaweed supplementation improves iodine status in iodine-insufficient woman. British Journal of Nutrition. 112 (5). 753-761.
  • Susan Fairweather-Tait and Richard F. Hurrell (1996). Bioavailability of minerals and trace elements. Nutrition Research Reviews. 9. 295-324.
  • Robert Aquaron, Francois Delange, Pascal Marchal, Vincent Lognone and Leon Ninane (2002). Bioavailability of seaweed iodine in human beings. Cellular and Molecular Biology. 48 (5). 563-569.
  • F. Hurrell (1997). Bioavailability of iodine. European Journal of Clinical Nutrition. 51. (1). 9-12.
  • Xiaolin Hou, Chifang Chai, Qinfang Qian, Xiaojun Yan and Xiao Fan (1997). Determination of chemical species of iodine in some seaweeds (I). Science of the Total Environment. 204 (3). 215-221.
  • Vanessa Romarís–Hortas, Cristina García-Sartal, María del Carmen Barciela-Alonso, Raquel Domínguez-González, Antonio Moreda-Piñeiro and Pilar Bermejo-Barrera (2011). Bioavailability study using an in-vitro method of iodine and bromine in edible seaweed. Food Chemistry. 124 (2011). 1747-1752.

Ganz kurz in eigener Sache… – später mehr.
Gestern (13. April 2016) ist mein neues und erstes Buch beim KOSMOS Verlag erschienen:

 

„ALGEN: Das gesunde Gemüse aus dem Meer“

Autoren: Jörg Ullmann, Kirstin Knufmann

 

Inhalt:

  • Algen als Lebensmittel (Geschichte – Gegenwart – Zukunft)
  • Algenporträts (die wichtigsten Mikro- und Makroalgen im Porträt)
  • Rezepte (Suppen, Salate, Vorspeisen, Hauptspeisen, Desserts, Gebäck, Snacks, Süßes, Drinks, Smoothies… – lecker, kreativ, vegan)

Einen Blick ins Buch und ein paar Informationen zu den Autoren bekommst Du hier:

http://www.kosmos.de/produktdetail-1-1/algen-8055/

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Nachtrag vom 3. April 2016:
Vielen Dank an alle, die den diesjährigen Aprilscherz gelesen, geteilt und geliked haben! 🙂 Auf ein Neues im nächsten Jahr

  1. April 2016

Kaum ein Tag vergeht, an dem in den Medien nicht über Ernährung diskutiert und gestritten wird! Was ist die richtige und vor allem zukunftsträchtige Ernährung? Begriffe wie Flexitarier, Vegetarier, Veganer, Rohköstler, Kokovorie, Paleo, Frutarier, Pescetarier und Schokovorie (meine bevorzugte Ernährungsform!) schwirren durch die Luft. Jeder hat natürlich recht, aber is(s)t das die Zukunft? Ernährung bedeutet ja in der Hauptsache die Gewinnung von Energie und „Rohstoffen“. Und neuere Studien gehen davon aus, dass der Mensch, die „Krone der Schöpfung“, sich ernährungstechnisch in einer Sackgasse der Evolution befinden könnte!

Energie ist prinzipiell in unserer Welt im Überfluss vorhanden: Sonnenenergie, Erdrotation, Hitze im Erdinneren und vor allem auch viel heiße Luft, die allerorten produziert wird. Der Mensch nutzt indirekt über seine Nahrungskette die Sonnenenergie. Diese Energie wird aufwändig und unter Verbrauch enormer Ressourcen von Pflanzen gespeichert, oft von Tieren aller Art konvertiert und dann erst vom Menschen aufgenommen. Während im Laufe der Evolution die Pflanzen immer dünner und transparenter wurden (Beispiel: das Blatt oder die Alge), um Sonnenenergie immer effizienter nutzen zu können, wurden Tiere immer größer, dicker und intransparenter und können diese schier endlose Ressource nur über Umwege nutzen. Mit den bekannten Konsequenzen für Natur, Umwelt und Gesundheit!
Doch was ist der Ausweg? Und wieder hat die Natur die Lösung! Tiere (und zukünftig auch der Mensch) vergesellschaften sich mit Algen – den Photosynthesehochleistungsmaschinen „par excellence“. Beispiele solcher Symbiosen gibt es schon  genug: Süßwasserpolypen (Hydra plus Chlorella), die Algen in sich tragen; Schnecken (Elysia chlorotica plus Vaucheria), die um ihren Darm die Chloroplasten aus Algen ansiedeln; Plattwürmer (Symsagittifera roscoffensis plus Tetraselmis), die sich nur noch über „ihre“ Algen ernähren und deshalb sogar Mundöffnung und Speiseröhre verloren haben; es gibt photosynthetische Salamander (Ambystoma maculatum),photosynthetische Hornissen (Vespa orientalis) und photosynthetische Blattläuse (Acyrthosiphon pisum) um nur einige zu nennen. Wird es also bald den „Homo algasolaris“ – „The Photosynthetic Human“ geben?

„Die Welt der Algen“ hatte wieder einmal die seltene Gelegenheit zu einem exklusiven Gespräch mit den beiden führenden Wissenschaftlern auf diesem Gebiet, Herrn Prof. Wilston Bihr und Frau Dr. Neen Radler von der Coc University.

Bild

Beispiele für das Konzept „Photosynthetic Animal“ (Screenshot aus der Publikation von Rumpho M. E. et al., 2010, http://jeb.biologists.org/content/214/2/303)

„Die Welt der Algen“: Warum befinden wir uns hinsichtlich unserer Ernährung in einer Sackgasse der Evolution?

Prof. Wilston Bihr: Wenn ich nur daran denke: Anbau von Lebensmitteln, Ernte, Verarbeitung, Verpackung, Verteilung, Einkauf, Essen zubereiten, Verdauung, Klo… Das ist doch alles viel zu aufwändig! Schauen Sie sich Pflanzen an. Die stehen einfach nur rum und gewinnen einfach so ihre Energie. Unglaublich, wie viel Zeit ich hätte, wenn das bei mir schon funktionieren würde!

Dr. Neen Radler: Unsere Nahrungsaufnahme ist tatsächlich aufwändig und auch mit enormen Risiken verbunden. Denken Sie zum Beispiel an Allergien, Unverträglichkeiten und andere ernährungsbedingte Krankheiten, Mangelernährung, Hunger, Fettleibigkeit und so weiter…

 

„Die Welt der Algen“: Ist die Idee des „Photosynthetic Human“, also des Menschen der sich über Photosynthese ernährt, neu?

Prof. Wilston Bihr: Nein. Im kollektiv-evolutionären Unterbewusstsein des Menschen ist das schon lange angekommen! Denken Sie nur an den nackten Adam mit dem Blatt vorm Gemächt! Das wurde nur immer (schamhaft) falsch interpretiert. Oder denken Sie an Redensarten wie „Hab ich Moos auf`m Rücken?“ beziehungsweise „Ohne Moos nix los!“ oder „Du bist ja grün hinter den Ohren!“. Oder denken Sie an die esoterische Interpretation von „Lichtnahrung“. Alle Beispiele zeigen exemplarisch, dass der Mensch sich mit dem Thema „Mensch-Licht-Photosynthese-Ernährung“ schon immer (zumindest) auseinandergesetzt hat.

Dr. Neen Radler: Wenn Sie so wollen gibt es „The Photosynthetic Animal“ ja bereits, wie Sie schon ausführten. Meist vergesellschaftet sich das Tier dabei mit einer Alge oder deren Chloroplasten. Eine Idee für die Zukunft war auch mal der „Gärtnerwurm“ (http://www.geo.de/GEOlino/natur/tiere/die-kreaturen-der-zukunft-1134.html?t=img&p=5), an dem fieberhaft in den Laboren der Welt gearbeitet wird. Im Prinzip geht es „nur“ um eine Effizienzsteigerung! Die Nahrungskette „Licht-Pflanze-Tier-Mensch“ wird verkürzt auf „Licht-Mensch“, in der Wissenschaft bekannt als „Shortening of the food chain“.

 

„Die Welt der Algen“: Wie wird also die Zukunft aussehen, wie werden wir aussehen?

Prof. Wilston Bihr: Wir werden viel draußen rum stehen… – des Lichtes wegen.

Dr. Neen Radler: Wir selbst werden grün sein und segelähnliche Hautanhänge von 4-5 Metern Größe haben. Das brauchen wir, um unseren Energiebedarf mit Hilfe der Algen in unserer Haut zu decken (http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2010/08/13/photosynthese-bei-tieren/). Eventuell verlieren wir unser Verdauungssystem, weil wir es nicht mehr benötigen. Übernutzte Agrarlandschaften werden wieder zu Naturlandschaften. Hunger, Mangelernährung und ernährungsbedingte Krankheiten gibt es nicht mehr und wir werden viel Zeit für andere Dinge haben. Wir kaufen keine Lebensmittel mehr, müssen nicht mehr kochen oder zur Toilette gehen. Unser Leben wird ein ganz anderes.

 

„Die Welt der Algen“: Gibt es schon erste evolutionäre Schritte in diese Richtung?

Prof. Wilston Bihr: Ja. Schauen Sie mich an! Ich trage einen transparenten Plastikrucksack mit einer Algenlösung auf dem Rücken. Ich blase meine Ausatemluft, die Kohlendioxid enthält, da rein, die Algen wachsen mit dem Licht der Sonne und ich esse die Algen. Ich brauche keine Supermärkte mehr! Den Algenrucksack kann man ab jetzt in meinem Online-Shop kaufen. Investiert habe ich jetzt auch schon in CO2-Zertifikate. Das wird der Rohstoff der Zukunft. Wir werden das alle brauchen, wenn wir Photosynthese betreiben werden. Wahrscheinlich werde ich ganz furchtbar reich!

Dr. Neen Radler: Natürlich testen wir im Labor schon die subkutane Implantation von Algen. Evolution kann man doch immer beschleunigen und außerdem habe ich auch in ein paar CO2-Zertifikate investiert. Wir dürfen also gespannt sein!

 

„Die Welt der Algen“: Vielen Dank für das Gespräch!

Verfasst von: dieweltderalgen | 29. März 2016

Chlorella-Smoothie „Shades of Green“ von Jörg Ullmann

Der Frühling ist da! Die ersten Knospen öffnen sich und das erste zarte Grün der Blätter reckt sich der Frühlingssonne entgegen…
Und „Grün“ ist genau das Thema! Bei keiner Farbe können wir wohl mehr Farbtöne unterscheiden als bei dieser! Die farbgebende Substanz der Blätter ist das Chlorophyll und die chlorophyllreichste Pflanze die wir kennen, ist die Mikroalge Chlorella (chloros (griechisch): grün; gelbgrün & -ella: klein). Diese ist bestens geeignet für einen „innerlichen Frühjahrsputz“, zum Beispiel in Form eines Grünen Smoothies:

Smoothie 1 mittel

Smoothie „Shades of Green“ von Jörg Ullmann, veröffentlicht in „panorama“, Jahrgang 5, Nr. 1/ März 2016 (Foto: Kirstin Knufmann & Jörg Ullmann)

Zutaten für 2 Smoothies

 

1 mittelgroße Chicorée-Staude

1 Pink Grapefruit

1 Blutorange

1 Handvoll Feldsalat

1,5 EL Kokosöl

1 cm Ingwer

½ Handvoll Basilikum

2 TL Chlorella

½ Tasse Wasser

 

Zubereitung

 

Die Grapfruit, die Blutorange und den Ingwer schälen. Den Feldsalat und den Basilikum waschen. Alle Zutaten in den Mixer geben und ca. 45 Sekunden auf höchster Stufe mixen. Frisch verzehren!

Tipp für einen optisch schönen Smoothie:

Etwas vom Fruchtfleisch der Blutorange auslösen und auf den Boden der Gläser geben. Danach den Smoothie auffüllen und mit etwas Chlorella-Pulver toppen.

Smoothie mittel

(Foto: Kirstin Knufmann & Jörg Ullmann)

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