Verfasst von: dieweltderalgen | 8. Dezember 2015

Buchvorstellung / Dr. Christine Volm: wild & roh – Die besten Smoothies mit Wildpflanzen (plus Rezept: Flädlesuppe Multikulti)

Ich hatte ja versprochen, Dir in der Vorweihnachtszeit einige Koch- bzw. Zubereitungsbücher und Ihre Autoren im Interview vorzustellen… Aber nicht nur das! Es gibt von den Autoren jeweils noch ein „Algen-Rezept“ zum Ausprobieren dazu und ein „Extrabonbon“ (am Ende des Beitrags)!
Heute möchte ich Dir Dr. Christine Volm und ihr neues Buch „wild & roh – Die besten Smoothies mit Wildpflanzen“ (erschienen im Verlag Eugen Ulmer) vorstellen. Ich kenne die liebe Christine schon seit ein paar Jahren und freue mich jedes Mal darauf, sie zu treffen, Ihren Vorträgen zu lauschen, bei Ihren Wildpflanzen-Exkursionen mitzumachen und vor allem: einfach mit Ihr über „Gott und die Welt“ zu reden. Die Vorträge und die Exkursionen zu besuchen ist absolut empfehlenswert, denn „die Frau“ hat ein ganz unglaubliches & umfangreiches Wissen und Geschick, dieses auch zu vermitteln – so dass es eine wahre Freude ist, Ihr zuzuhören und viel Nützliches und Neues dabei lernen zu dürfen! Wenn Ihr irgendwann einmal Schaumkraut und Malve knabbernd neben Ihr steht, wisst Ihr was ich hiermit gemeint habe… 🙂

Kurzvorstellung:

 

Dr. Christine Volm ist promovierte Gartenbauwissenschaftlerin und als Beraterin für Ernährung mit Rohkost und Wildpflanzen tätig. Sie kennt als Botanikerin die Wildpflanzen und hat langjährige eigene Rohkost-Erfahrung.

Dr. Christine Volm berät nicht nur Privatpersonen und bietet Seminare und Exkursionen zu den Themen „Essbare Wildpflanzen“ und „Rohkosternährung“ an, sondern arbeitet im Rahmen ihrer planerischen Tätigkeit im eigenen Ingenieurbüro auch Konzepte für Wildpflanzengärten aus.

(Planungs- und Ingenieurbüro Dr. Christine Volm, Wurmbergstr. 27, 71063 Sindelfingen, www.christine–volm.de)

Für die „Welt der Algen“ hat die überzeugte Rohköstlerin eine Ausnahme gemacht und ein Rezept für „Vegane Pfannkuchen mit Algen“ ausgetüftelt. Zum einen, weil sie daran glaubt, dass eine vegane Ernährungsweise uns allen und unserer Umwelt guttut, zum anderen, weil sie ihre Erfahrungen mit dem Algae-Drink gerne weitergeben möchten. Sonst sind ihre Rezepte ausschließlich rohköstlich und angereichert mit Wildpflanzen – ganz einfach bis gourmetklassisch – und in ihren Büchern zu finden.

Interview:

Wann und warum hast Du irgendwann begonnen, Dich abseits der täglichen Mahlzeiten mit dem Thema „Ernährung & Essen“ zu befassen? Seit wann schreibst Du darüber?

Essen war eigentlich schon immer mein Lieblingsthema – es gibt gefühlt kein Kinderbild von mir auf dem ich nicht esse. Allerdings habe ich dann vor über 30 Jahren festgestellt, dass ich nicht alles vertrage und dass meine damals noch konventionelle Ernährung nicht meiner Gesundheit förderlich ist. Damit begann die Suche nach einem neuen Weg, der mich von der Vollwertkost über Vegetarisches dann zu veganer Ernährung führte und ganz zum Schluss, vor 11 Jahren, zur Rohkost mit Wildpflanzen. Ich hatte Glück, als Botanikerin kennt man die Wildpflanzen, ich musste nur noch zugreifen. Seit dieser Zeit schreibe ich auch darüber, anfangs nur in Zeitschriften, später dann Bücher, um andere Menschen an diesen Möglichkeiten teilhaben zu lassen.

Essen wird in der Zukunft immer mehr zum „Statussymbol“, sagen die Trendforscher. Wie würdest Du Deinen Status bezüglich Deiner „Nahrungsaufnahme“ beschreiben?

Unabhängig (ich bin auf keine Rinderzucht in Kobe angewiesen), wild (Wildpflanzen sind meine beste Quelle für hochwertige gesunde Inhaltsstoffe), roh (Rohkost ist meine liebste und allumfassende Ernährungsform) und vegan. Das ist für mich wahrer Luxus.

Was sind für Dich die interessantesten Trends und/oder Neuentdeckungen der letzten 5 Jahre? (Ernährungstrends und/oder Lebensmittel)

Für mich persönlich natürlich die Wildpflanzen, für die sich gerade in den letzten Jahren immer mehr Menschen interessieren. Viele Menschen kommen auch nur aus kulinarischem Interesse zu meinen Exkursionen und Seminaren und entdecken dort dann über die Wildpflanzen auch neue Wege für ihre Ernährung.

Sicher gehören auch die Algen ganz vorne zu den Trendsettern, auch sie kommen langsam in den Küchen an.

Der Algae-Drink aus fermentierter Chlorella war für mich dieses Jahr eine besondere Neuentdeckung, auch wenn er nicht rohköstlich ist. Das Beachtliche daran ist die Eigenschaft, Butter und Eier zu ersetzen. Deshalb ist mein vorgestelltes Rezept hier ausnahmsweise auch etwas Gekochtes. Dieser Algae-Drink hat es mir ganz leicht gemacht, wirklich leckere Flädle (Schwäbische Pfannkuchen) für meine Enkelkinder zu machen, ohne dass ich vegane Ersatzprodukte aus Soja oder fragwürdigem Pflanzenfett besorgen musste, die für meine rohköstlichen Gerichte dann ohnehin nicht verwendet werden könnten und die ich auch Gästen, für die ich mal ausnahmsweise koche, nicht zumuten möchte. So reicht es, den Algae-Drink zuhause zu haben. Und eine Variante des Algae-Drinks ist jetzt ganz neu: Die Trinkmischung Sonnenfeuer auf der Basis vom Algae-Drink kann ebenso verwendet werden – so erhält man Flädle (Schwäbische Pfannkuchen) mit asiatischem Geschmack – perfekt für die Multikulti-Küche. Diese Trinkmischung enthält unter anderem Kurkuma, aus meiner Sicht ebenfalls ein aktueller Renner in unseren Küchen. Kurkuma steht stellvertretend für den Trend, Gewürze nicht mehr nur aus kulinarischen Gründen, sondern auch aus Gesundheitsgründen zu verwenden – immerhin kann man nun in jedem Bioladen rohe Kurkumawurzel kaufen, die ich zusätzlich zu den Wildpflanzen zum Beispiel auch gerne in Smoothies verwende. Smoothies sind nicht mehr ganz neu, aber auf jeden Fall ein Mega-Trend. Ich persönlich war nie ein Fan von püriertem Salat mit Obst, aber in Kombination mit Wildpflanzen anstelle von Salat finde ich sie perfekt. Ich habe ohnehin – auch schon vor dem Smoothie-Hype – viel püriert in meiner Rohkostküche und natürlich immer Wildpflanzen dazu verwendet und so ist auch „wild&roh“ entstanden, worin fast 50 Rezepte für Smoothies in unterschiedlichsten Konsistenzen enthalten sind – siehe unten.

Dein neues Buch „Wild und roh. Die besten Smoothies mit Wildpflanzen.“ stellt wieder heimische Wildpflanzen in den Focus. Was fasziniert Dich am „Unkraut“ und welche kann man jetzt im Dezember noch finden und essen?

Mich fasziniert Vieles an diesen Pflanzen, ihre Wuchskraft, ihre Anpassungs- und Durchsetzungsfähigkeit, ihr Gehalt an Inhaltstoffen und anderes mehr, aber das Schönste an den Wildpflanzen ist doch, dass sie gerecht sind – sie stehen wirklich jedem zur Verfügung, der vor die Tür geht, und das auch noch kostenlos.

Gestern habe ich folgende Arten gesammelt – in großen Mengen übrigens, für einen Vortrag: Labkraut, Gundermann, Goldnessel, Kleiner Wiesenknopf, Brombeerblätter, Hirtentäschel, Weinberg-Lauch, Schafgarbe, Hagebutten, Schaumkräuter

Und es gibt noch viele viele mehr – solange der Winter mild bleibt ist das gar kein Problem sie zu finden und viele Pflanzen sind auch im strengen Winter noch grün und verwendbar.

Wann hast Du das erste Mal Algen gegessen und in welcher Form?

Als Botanikerin, die lange in der Limnologie (Süßwasserkunde) gearbeitet hat, muss ich hier so antworten: Mit dem ersten Schluck Wasser in einem Natursee, habe ich natürlich auch meine ersten Algen gegessen. Das machen wir uns ja selten bewusst, dass jeder eigentlich schon Algen gegessen hat, auch wenn diese mikroskopisch klein waren. Wann ich das erste Mal makrophytische Algen gegessen habe, weiß ich gar nicht – sicher als Kind schon, vielleicht in Frankreich. Ich habe immer alles probiert, was man essen konnte, früher.

Welche Algen finde ich in Deiner Küche? Gibt es eine Alge, die Du zurzeit am liebsten zubereitest und isst?

Nori, Wakame, Dulse, Ulva, Kelp, Chlorella, Spirulina und Irish Moss – ich bin ein Food-Hunter und auch als Rohköstlerin immer geblieben, man weiß ja nie, ob man morgen nicht Gäste bekommt und dann ist Rohköstliches Sushi immer eine schnelle Option. Außerdem mag ich gerade sehr die knusprigen Wakame-Flocken, die man einfach so über Gerichte streuen kann – aber das wechselt immer mal – letztendlich mag ich sie alle.

Wann und wo kann man als Nächstes von Dir lesen? Gibt es schon ein neues Thema, an dem Du dran bist?

Als nächstes im Blog „tine-taufrisch“, da geht es dann um ein Rezept aus meinem neuen Buch „wild&roh – Die besten Smoothies mit Wildpflanzen“ – eine Verrine (Schichtspeise im Glas) aus Mandel-Sellerie Püree, Wildkräutern und Tomaten. Wer sich für weitere Veröffentlichungen interessiert, kann auch auf meiner Webseite www.christine-volm.de unter Presse nachlesen, da gibt es immer wieder Aktuelles. Und natürlich ist auch Neues geplant, aber leider noch nicht ganz spruchreif… aber bald. Derzeit bin ich vor allem damit beschäftigt, die Exkursionen, Seminare und eine Wildpflanzen-Ausbildung fürs nächste Jahr zu planen, da ist noch ganz schön was zu tun!

 

Rezept „Flädlesuppe Multikulti“

Flädleteig:

125 g Dinkelvollkornmehl

2 EL Sonnenfeuer

250 ml Mineralwasser mit Kohlensäure

Salz

Kokosöl zum Backen

Suppe:

1 kleine Zwiebel

etwas Kokosöl

1 Karotte

½ Fenchelknolle

1 Stange Staudensellerie

1 Zucchini

½ Handvoll frischen Liebstöckel oder 2 TL getrockneten Liebestöckel

Salz

Pfeffer

 

Für den Teig das Dinkelvollkornmehl mit dem Wasser und Salz mit dem Handrührgerät verquirlen und 20 Minuten quellen lassen. Dann das Sonnenfeuer-Pulver zugeben und zu einem glatten Teig verquirlen.

Aus dem Teig ca. 4-5 große Flädle (Pfannkuchen) backen, dazu die Pfanne mit Kokosöl einfetten. Die Flädle danach abkühlen lassen.

Für die Suppe die Zwiebel in Würfelchen schneiden und in Kokosöl anschwitzen. Das restliche Gemüse in kleine Würfel schneiden und zusammen mit dem Liebstöckel dazugeben. Mit Wasser auffüllen, so dass das Gemüse großzügig überdeckt ist und alles dann so lange köcheln lassen bis die Karotten gerade noch bissfest sind. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann die Flädle aufrollen und in schmale Streifen schneiden, in einen Teller legen und die Gemüsesuppe dazu geben. Wer mag kann noch ein paar Wakameflocken darüberstreuen.

 

 

 

Und das „Extrabonbon“?
Wir verschenken zwei signierte Exemplare von Christines neuem Buch „wild & roh – Die besten Smoothies mit Wildpflanzen“!
(erschienen 2015 im Verlag Eugen Ulmer, ISBN: 978-3800184415)
Was Du dafür tun müsst? Einfach den Beitrag bis zum 12. Dezember „teilen“ oder „liken“. Ob Du beschenkt wirst, erfährst Du dann am 12. Dezember (Auswahl per Losziehung).

 

Ich möchte mich ganz herzlich bei Christine fürs Mitmachen und beim Verlag Eugen Ulmer für die Bereitstellung der Bücher bedanken! Ich wünsche Euch allen eine friedliche und schöne Vorweihnachtszeit und viel Erfolg für das Buch!

Du möchtest mehr von Christine lesen und/oder die Termine für Seminare/Exkursionen erfahren?

Schau mal hier:
Die Webseite www.christine-volm.de

Der Blog „tine-taufrisch“

Die Bücher Autorenseite auf Amazon

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Responses

  1. Super, danke!

    LG Stefanu

     

    Sent: Tuesday, December 08, 2015 at 12:29 PM

  2. hallo
    ich hab malne frage wegen den algen drink…wenn man das zb zum backen nimmt muss man das vorher mit wasser zubereiten oder macht man das einfach in das mehl rein…weil das kann man ja als butter ersatz nehmen…


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